Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet das Cello das Leben von Hrvoje Hrešć. Was einst mit kindlicher Neugier begann, entwickelte sich zu einer künstlerischen Laufbahn, die heute Konzerttätigkeit, pädagogische Arbeit und internationale Zusammenarbeit miteinander verbindet.
Seine musikalische Ausbildung führte ihn von Sarajevo über Linz nach Stuttgart. Nach dem Studium bei renommierten Cellisten wie Prof. Yevgeny Xaviereff, Prof. Andreas Pözlberger, Prof. Conradin Brotbek und Prof. Tristan Cornut absolvierte er den Bachelor an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, den Master of Music sowie das Konzertexamen an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker konzertiert Hrvoje Hrešć regelmäßig im In- und Ausland. Seine künstlerische Tätigkeit umfasst Konzerte in verschiedenen europäischen Ländern, Studioaufnahmen sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Darüber hinaus wirkte er an mehreren CD-Produktionen mit und arbeitet kontinuierlich an eigenen musikalischen Projekten.
Sein künstlerisches Schaffen wurde durch zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbserfolge gewürdigt. Mit über 20 Preisen bei internationalen Wettbewerben zählt er zu den vielfach ausgezeichneten Cellisten seiner Generation. Als offizieller Thomastik-Infeld /Jargar Artist gehört er zudem einem internationalen Netzwerk ausgewählter Künstler an.
Neben seiner Konzerttätigkeit nimmt die pädagogische Arbeit einen zentralen Platz in seinem Leben ein. Seit vielen Jahren unterrichtet er an der Stuttgarter Musikschule und begleitet junge Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg. Zu seinen Schülerinnen und Schülern zählen erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer, Bundespreisträger sowie angehende Musikstudierende. Insgesamt durfte er bereits mehr als 200 junge Menschen auf ihrem musikalischen Weg begleiten.
Trotz aller Auszeichnungen steht für Hrvoje Hrešć nicht der Wettbewerbsgedanke im Mittelpunkt. Musik versteht er als Begegnung – zwischen Menschen, Ideen und Emotionen. Ihn interessiert nicht die perfekte Oberfläche, sondern die Wahrhaftigkeit eines musikalischen Moments. Ob auf der Konzertbühne oder im Unterricht: Sein Ziel ist es, Musik lebendig, ehrlich und berührend werden zu lassen.
Denn am Ende bleibt nicht die Anzahl der gespielten Konzerte oder gewonnenen Preise in Erinnerung, sondern jener Augenblick, in dem ein Klang etwas in uns bewegt.
